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Willkommen auf Wilhelm-Holzamer.de

Der Scherenschnitt im Postkartenformat mit Wilhelm Holzamers Unterschrift stammt aus seiner Berliner Zeit. Das Original wurde dem Wilhelm Holzamer-Archiv von der Familie Holzamers Bruders Sebastian in Frankfurt überlassen.
Foto: T.G.Tempel - Designer AGD
Katharina Weisrock
Der Schriftsteller Wilhelm Holzamer (28. März 1870 - 28. August 1907), in Nieder-Olm/Rheinhessen geboren und in Berlin gestorben, arbeitet zunächst als Realschullehrer in Heppenheim, 1901 als Dramaturg der Darmstädter Spiele auf der Mathildenhöhe und danach kurzzeitig als Kabinettsbibliothekar in Darmstadt und schließlich als Kulturkorrespondent deutscher Zeitungen und freier Schriftsteller in Paris und Berlin.
Als Erzähler der Jahrhundertwende zählt er zu jenen, die eine moderne deutsche Literatur in einem weltliterarischen Kontext zu entwickeln suchen. Seine Novellen und Romanen spiegeln die zeitgenössische Suche nach einem tragfähigen neuen Menschenbild. Seine literarischen Figuren setzen den unaufhaltsamen technischen Wandlungs- und Beschleunigungsprozessen ihrer Zeit eine in einem subjektiven ethischen Empfinden gegründete Selbstbehauptung entgegen. In seinem bekanntesten Roman Vor Jahr und Tag (1907) schildert er mit dem Eisenbahnbau in Rheinhessen (1871) die Geschichte der aufkommenden Moderne und ihre Auswirkungen auf die Lebensstrukturen in dieser Region.
Literarisch erfolgreich und in Kollegen- und Kritikerkreisen weit über seinen frühen Tod hinaus als feinfühlig psychologischer Erzähler anerkannt, verliert Wilhelm Holzamer nach deder Weimarer Republik, wie die Mehrzahl seiner Zeitgenossen, seinen Platz in der Literaturgeschichte, in deren Reihe man bis heute Heinrich und Thomas Mann, Hermann Hesse, Gerhart Hauptmann, Arthur Schnitzler, Frank Wedekind, Hugo von Hofmannsthal, Stefan George und Rainer Maria Rilke kennt.
Holzamers Bücher erreichen mehrere Auflagen noch bis 1930. In den 1970er-Jahren bringen seine Kinder und der Holzamer-Bund Faksimiliedrucke der erfolgreichsten Romane und Erzählungen heraus. Ende der 90er-Jahre erscheint der Roman Vor Jahr und Tag in der Allgemeinen Zeitung, Mainz als Fortsetzungsroman und dann als Buch. Diese Publikationen sind heute vergriffen.
Eine umfassende wissenschaftliche Gesamtwürdigung findet sich in der 1956 erschienenen Dissertation von Günter Heinemann: Wilhelm Holzamer. Persönlichkeit und Werk. Der jahrzentelange Mangel wissenschaftlicher Bearbeitung und Verlagsbetreuung seines Gesamtwerkes wirkt nachhaltig. Es gibt noch keine umfassende Biographie von Wilhelm Holzamer. Sein Nachlaß liegt zerstreut in Bibliotheken und Archiven.
Die virtuelle Zusammenschau aller hier gezeigten Materialien soll einen neuen Zugang zu Holzamers Werk ermöglichen und seine Persönlichkeit aus heutiger Sicht würdigen. Diese Internetseite will ein Bild seiner vielschichtigen Persönlichkeit und den Facettenreichtum seines breiten literarischen und journalistischen Schaffens zeigen. Materialgrundlage dazu bildet der Bestand an Erstausgaben, Manuskripten, Briefen und alten Fotografien aus dem Wilhelm Holzamer-Archiv Nieder-Olm, die kontinuiertlich aufgearbeitet und eingestellt werden.
Das Wilhelm Holzamer-Archiv umfaßt im Kern den 1930 von Nina Mardon nach Nieder-Olm übergebenen Holzamer-Teilnachlaß, der in der Obhut des Holzamer-Bundes (Karl Hetterich) den Krieg überstanden hat, den literarischen Nachlaß von Dr. Günter Heinemann, alte Holzamerbände aus der Gemeindebücherei Nieder-Olm, zwei Holzamer-Büsten des Bildhauers Heinz Müller-Olm sowie eigene Neuerwerbungen. Dr. Katharina Weisrock arbeitet die Archivbestände seit fünfzehn Jahren in privater Initiative auf.
Diese Internet-Seite möchte auch einem breiten Leserkreis Wilhelm Holzamers ein Kommunikationsforum bieten. Auf- und Ausbau der Wilhelm-Holzamer-Homepage erfolgen in Privatinitiative von Thomas G. Tempel (Webdesign, technische Umsetzung, Fotografie) und Dr. Katharina Weisrock (Textredaktion, Archivbearbeitung, Kommunikation). Alle Materialen des Holzamer-Archiv stehen Interessierten zur privaten Einsichtnahme zur Verfügung. Jede kommerzielle Nutzung von originalen und digitalen Text- und Bildmaterialien, ist grundsätzlich genehmigungs- und ggf. auch kostenpflichtig. Ein Vorbehalt besteht für Sücke, die für eigene Publikationen vorgesehen sind.
Kontakt:
Wilhelm Holzamer-Archiv: weisrock(at)wilhelm-holzamer.de
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Kategorie: Pressemedien
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Kategorie: Pressemedien
Kerstin Petry Wirtschafts-News Ausgabe Nieder-Olm I/08, S. 6-7
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Beitrag von Dr. Katharina Weisrock

Als Nieder-Olmer “im Exil” (ich lebe seit 2 Jahrzehnten in Kassel)wird mir ganz warm ums Herz, wenn ich Ihr liebevolles Bemühen um das Andenken an Wilhelm Holzamer sehe…
Mit freundlichem Gruß
Edmund Faust
— Edmund Faust · 29 November 2007 · #