... wie man sich selbst erkannt hat.
Dahinter aber steht ein hämisch Gesicht.
Man könnte anders sein - wenn man anders sein könnte.
aus: Vor Jahr und Tag, 1907 


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Willkommen auf Wilhelm-Holzamer.de

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Der Schriftsteller Wilhelm Holzamer (28. März 1870 - 28. August 1907), in Nieder-Olm/Rheinhessen geboren und in Berlin gestorben, arbeitet zunächst als Lehrer in Heppenheim, danach als Kabinettsbibliothekar und 1901 als Leiter der Darmstädter Spiele auf der Mathildenhöhe in Darmstadt und schließlich als Kulturkorrespondent deutscher Zeitungen und freier Schriftsteller in Paris und Berlin.

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Presseecho Holzamer-Ausstellung

Literarische Spuren, vom Lebenswerk zum Literaturweg 

02. bis 18. September 2016, Altes Rathaus, Nieder-Olm

 

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Breslauer Tagungsbeitrag über Wilhelm Holzamer erschienen

Überblendungen. Impressionistische Ansichten regionaler Räume in Wilhelm Holzamers rheinhessischen Romanen magnify_plus.gifWeiter lesen...
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Nieder-Olmer Holzamerfreunde

2016 haben drei Freunde und Förderer Wilhelm Holzamers die Weltbühne verlassen. magnify_plus.gifWeiter lesen...
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Sylvester

Verlöschende Lichter! - Ich zage nicht. -
Die Lampen verglühn und die Kerzen.
Nun will ich die Wunden verschmerzen,
Die Fackel entzünden zu neuem Licht.
 
Ich halte sie hoch: - Weit, weithin fließt
Der purpurne Schein, der glühe,
Und leutet zur morgenden Frühe,
Wie mein Herz sich zu leuchtenden Thaten entschließt ...

 

Wilhelm Holzamer
Zum Licht!
Gedichte.
Schuster & Loeffler, Berlin 1897, S. 148
Beitrag von Dr. Katharina Weisrock
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Dezembermorgen

Am Fenster steh ich.- Eine Ecke des Himmles,
Mattblau wie Seide,
Mit zarten, weißen, glänzenden Flocken
Hebt sich wie ein Baldachin
Über das Dunkel waldiger Berge.
 
Und wie von verborgenem Lichte
Breitet sich strahlende Helle,
Glänzig werden die Flocken,
Wie frischer Eierschaum.
Wie schillernde Opale.
 
Und ich ahne, die Sonne kommt,
Und schaue,
Bis mich ein Strahl trifft,
Ein siegender, leuchtender, warmer Strahl ...
Ich schaue und schaue ...
 
Fern, weit fern
Fliegt unter dem Himme ein Rabe,
Und mir ist,
Als hör ich sein höhnendes Krächzen.
Aber ich schaue und schaue
Und wart auf die Sonne. - -

Die schaumigen Flocken fliegen zusammen,
Es ballt sich ein grauer Haufen,
Und der graue Haufe.
Verschüttet die blaue Seide ...
Und -
Ich schaue und schaue
und wart auf die Sonne - - -
 
Wilhelm Holzamer
Zum Licht!
Gedichte.
Schuster & Loeffler, Berlin 1897, S. 12-13 
Beitrag von Dr. Katharina Weisrock